Geld investieren

von Rita Lassen 05.09.2018

Leihen Sie uns doch was!

Wir bauen ein Dorf. Dafür benötigen wir Geld. Wir teilen das Dorf auf in Finanzierungsabschnitte. Für den ersten Abschnitt rechnen wir mit einem Finanzbedarf von etwa 5 Millionen Euro, ein knappes Drittel davon bringen wir als Eigenkapital auf.

Durch die Wohnungsanteile allein wird das Eigenkapital nicht gedeckt, denn wir ermöglichen auch Menschen im Dorf zu wohnen, die nicht über das nötige „Kleingeld“ verfügen. Wir brauchen Geld für Wohnungsanteile z.B. geflüchteter Familien, Alleinerziehender oder älterer Menschen, die von Altersarmut betroffen sind. Wir benötigen sogenannte Solidaranteile.

Investieren in eine solidarische Zukunft

Investierende Genoss*innen zeichnen einen Pflichtanteil von € 500. Damit haben sie ein Informationsrecht, können an den Generalversammlungen teilnehmen und sich einbringen. Sie haben jedoch kein Stimmrecht.

  • Personengebunde Solidaranteile: Personengebundene Anteile sollten der Höhe der Wohnungsanteile der konkret Begünstigten entsprechen. Diese Anteile sind gebunden, so lange die Person in der genutzten Wohnung wohnt. Natürlich können jederzeit andere Menschen diese Solidaranteile übernehmen. Bei Auszug können Investoren die Anteile zurückfordern oder für andere Genoss*innen einlegen. Dafür ist eine genaue vertragliche Regelung wichtig.
  • Freie Anteile: Das sind ebenfalls Solidaranteile, die aber nicht personengebunden sind: Die Höhe der Anteile ist frei wählbar. Diese Anteile werden in einen Pool gegeben. Wer im Dorf wohnen möchte und Solidaranteile braucht, stellt einen entsprechenden Antrag. Die Solidar AG entscheidet dann über die Verteilung des Pools.
  • Kündigungsfristen: 2 Jahre bis zum Ende eines Kalenderjahres. Nach der Feststellung des Jahresabschlusses und nach Beschlussfassung der Verwendung des Jahresergebnisses durch die Generalversammlung (im darauffolgenden Jahr) wird entschieden, wie und wann die Anteile ausgezahlt werden. Das bedeutet, dass evtl. Gewinne bzw. Verluste den Auszahlungsbetrag erhöhen bzw. verringern. Wir handeln entsprechend dem Genossenschaftsgesetz.

Darlehen

Wenn Sie lieber ein Darlehen in die Genossenschaft geben wollen, dann müssten Sie trotzdem zunächst einen Pflichtanteil zeichnen. Das ergibt sich aus dem Kleinanlegerschutzgesetz.

Wir schliessen dann einen Darlehensvertrag, in dem die Laufzeit und die Bedingungen festgelegt werden. In diesem Vertrag können individuelle Konditionen festgelegt werden, z.B. eine voher festgelegte Staffelung der Rückzahlung.

Interessiert? Sprechen Sie uns an

Und zuletzt:

Wer nicht Genoss*in werden will und trotzdem der Genossenschaft Geld zukommen lassen möchte, kann dies durchaus als Spende tun. Mehr dazu erfahren Sie hier: Geld schenken